Wärmeverlust an Fenstern entsteht entweder durch Strahlung durch die Fensterscheibe oder durch Austausch mit kalter Außenluft, bedingt durch Ritzen und Fugen zwischen Rahmen und Flügeln bzw. Rahmen und Wand. In allen Fällen gibt es Möglichkeiten, den Wärmeverlust einzudämmen.
Abdichten der Fensterflügel
Die preisgünstigste Methode zur Vermeidung von Zugluft zwischen Fensterflügel und Rahmen ist das Anbringen von Schaumstoffdichtungsband. Dieses ist für kleinere und mittlere Spalten (3-5 mm) erhältlich und sollte alle ein bis zwei Jahre gewechselt werden. Eine dauerhaftere Lösung, die auch für größere Spalten geeignet ist, sind Profildichtungen, die wie die Schaumstoffprodukte auf den Rahmen aufgeklebt werden. Sie sind teurer, jedoch wesentlich haltbarer und eignen sich auch für größere Spalten. Die dauerhafteste Lösung ist die Anbringung von Lippendichtungen. In die Fensterrahmen wird eine Nut zum Einsetzen der Dichtung gefräst, in welche die Dichtung dann leicht eingesetzt werden kann.
Abdichten des Rahmens
Häufig ist die Verbindung zwischen Wand und Fensterrahmen ein Schwachpunkt, an dem Kälte und Feuchtigkeit eindringen. Diesen gilt es, zu beheben. Dabei ist zu beachten, dass zwischen Rahmen und Wand eine Dehnungsfuge vorhanden sein muss, das heißt, das Dichtungsmaterial muss flexibel sein. Geeignet ist ein Silikon-Anschlußfugendichter, der in die Fuge eingespritzt wird. Sind die Fugen breiter, müssen sie vorher mit Polyethylenschaum, Dichtwatte o. Ä. ausgefüllt werden.
Gegen Wärmeverlust dämmen
Um die Wärmestrahlung zu verringern, ist es möglich, eine Wärmeschutzverglasung einbauen zu lassen. Rahmen und Beschläge müssen der höheren Belastung dabei aber gewachsen sein. Eine weitaus günstigere und selbst auszuführende Möglichkeit ist der Einbau eines Aufsatzflügels. An der Innenseite des Fensterflügels wird ein passender Flügel mit Scharnieren aufgeschraubt. Die Scheiben des Flügels können aus Glas oder transparentem Kunststoff bestehen. Die Kosten betragen etwa 30 % der Kosten des Einbaus eines neuen Fensters. Eine dritte effektive Möglichkeit der Wärmedämmung ist der Umbau des bestehenden Fensterflügels zum Verbundfenster. Beide Flügel werden mit Spezialscharnieren verbunden, die sich zum Reinigen lösen lassen. Dies ist die ästhetischste aber auch teuerste Lösung und kostet etwa 80 % eines neuen Fensters mit Wärmeschutzverglasung.